Diagnostik und Therapie

Diagnostik

Trainingsraum

Jeder Patient wird am Aufnahmetag von seinem Stationsarzt gründlich von Kopf bis Fuß in einer allgemeinärztlich/internistischen körperlichen Aufnahmeuntersuchung inklusive Neurostatus untersucht. Neben der körperbezogenen Anamnese werden mitgebrachte Untersuchungsbefunde ausgewertet, dokumentiert und dem Rehagesamtbehandlungsplan zugrunde gelegt.

Gespräch

Spezielle fachärztliche Fragestellungen können weitgehend innerhalb der Klinik abgeklärt werden. Aufgrund der oberärztlichen, fachärztlichen Qualifikationen sind Konsiluntersuchungen mit internistischen, neurologisch-psychiatrischen und orthopädischen speziellen Fragestellungen möglich.

Ergänzend wird eine basale Labordiagnostik und ggf. weiterführende apparative Diagnostik durchgeführt.

An weiterführender internistischer Funktionsdiagnostik stehen zur Verfügung: Belastungs- und Langzeit-EKG, Spirometrie, Pulsoximetrie (Screening) und Langzeit-RR.

An bildgebenden Verfahren werden in der Klinik neben der Echo-Kardiographie, die Schilddrüsen-, Abdomen- und Weichteilsonographie durchgeführt.

Röntgenaufnahmen des Thorax, Abdomen und das Bewegungsapparates können in der Röntgenabteilung des Rehazentrums-Oberharz durchgeführt werden.

Zu Beginn der Reha wird ein ausführliches psychoanalytisch-orientiertes Erstinterview erhoben, das ggf. durch weitere Sitzungen ergänzt wird. Zusätzlich kommen im Bedarfsfall psychologische Testverfahren zur Anwendung.

Therapie

Die psychotherapeutischen Kernangebote bestehen aus tiefenpsychologisch fundierten und verhaltenstherapeutischen Gruppenpsychotherapien die in geschlossenen Kleingruppen 2x wöchentlich über ein Zeitraum von bis zu fünf Wochen durchgeführt werden. In besonderen Fällen findet die Psychotherapie als Einzelpsychotherapie statt, ggf. auch in Kombination mit der Gruppenpsychotherapie.

Die verhaltenstherapeutisch orientierten Rehamodule Angstbewältigung, Selbstmanagement, Stress- und Belastungsbewältigung werden bei Bedarf sowohl in Gruppensetting als auch in Form von Einzeltherapie angeboten.

Bei Bedarf werden spezielle Rehabilitationsfragestellungen im Gespräch mit unseren Sozialarbeitern geklärt.

Es besteht eine enge Kooperation mit dem Berufsförderungswerk Goslar, mit der Möglichkeit, zu speziellen sozialmedizinischen und berufsorientierten Fragestellungen Patienten im laufenden stationären Rehabilitationsprozess dort ambulant vorzustellen.

Physiotherapeutische Behandlungen:
Walking

Körperbezogene Gymnastik und Bewegungstherapie stehen als überwiegend aktive und aktivierende Verfahren im Vordergrund des physiotherapeutischen Rehabilitationsangebotes.lm einzelnen handelt es sich dabei um Wirbelsäulengymnastik, Wassergymnastik, Aquatraining, Walking, Frühgymnastik und Sportspiele und insbesondere die Medizinische Trainingstherapie (MTT).

Diese aktivierenden Verfahren sind besonders wichtig im Gesamtrehakonzept der Behandlung depressiver Störungen und Angststörungen, sowie der Rehabilitation muskulo- skelettaler Schmerzsyndrome.

Trainingstherapie

Die passive Therapie umfasst Elektrotherapie, Thermotherapie, Hydrotherapie, Lasertherapie, Ultraschall und Hydrojetmassagen.
Die Hydrotherapie umfasst die medizinischen Bäder, Kneippanwendungen und den Blitzguss. Neben der Lasertherapie kommen bei der Elektrotherapie, Mittelfrequenz-, Niederfrequenz-, Reizstromtherapie, TENS und Iontophorese zur Anwendung.

An Entspannungsverfahren wird in der Klinik das Autogene Training nach Jacobson (Progressive Muskelentspannung) sowie eine Atemtherapie angeboten, darüber hinaus die Feldenkraispädagogik als ein entspannungsorientiertes Bewegungsprogramm. In ähnlicher Weise soll Tai Chi als Bewegungsmeditation eine innere Aufrichtung und Stärke bewirken.


Als nicht-medikamentöse Schmerztherapie wird Biofeedback angeboten. Das Hauptziel dieser Methode ist die Entwicklung von einer Selbstkontrolle über körperliche Vorgänge, um die Ursache der Beschwerden so zu verändern, daß sowohl eine deutliche Abnahme der Schmerzintensität als auch eine vielfache Verlängerung der schmerzfreien Zeit erlangt werden kann. Die Patienten lernen aktiv mit dieser Methode, die Körperfunktionen selbst zu beeinflussen.


Ernährungsberatung:
Die Ernährungsberatung erfolgt durch unsere Diätassistentinnen in Form von Gruppen- und Einzelberatungen, die mehrfach wöchentlich durchgeführt werden. Darüber hinaus finden regelmäßige Angebote in der Lehrküche statt.

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